Fingerhut - Digitalis spp.

Das natürliche Verbreitungsgebiet der etwa 25 Arten Fingerhüte (Digitalis spp.) ist in Europa, Nordafrika und dem westlichen Asien. Sie sind zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen. Sie sind in höheren Mengen sehr giftig und können bei einer Überdosis zum Tod führen. In der Medizin werden die Digitalisglykoside allerdings für therapeutische Zwecke eingesetzt.

Digitalis lutea

Der gelbe Fingerhut ist eine meist ausdauernde krautige Pflanze. Er erreicht Wuchshöhen zwischen 30 bis 80 cm. Die Blütezeit ist Juni bis August. Die Blütenfarbe ist hell zitronengelb. Er ist von Westeuropa bis Nordwestafrika verbreitet. Bevorzugt werden trockene, kalkhaltige, steinige und warme Böden. Er wächst vor allem an sonnigen Standorten.

Digitalis grandiflora

Der Großblütige Fingerhut oder Großblütige Gelbe Fingerhut ist eine ausdauernde krautige Pflanze. Während der Blütezeit erreicht er Wuchshöhen von 70 bis 120 cm. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Er wird durch Bienen und Hummeln bestäubt. Er stammt aus Mitteleuropa und ist eine vollkommen geschützte Art. Er bevorzugt lehmige, nährstoffreiche und kalkreiche Böden und sonnige bis halbschattige Standorte.

Digitalis purpurea

Der Rote Fingerhut, auch Fingerkraut oder Waldglöckchen genannt, ist eine zweijährige, krautige Pflanze. Sein natürliches Verbreitungsgebiet reicht von Nordeuropa bis nach Marokko. Die Blütezeit ist von Juni bis Juli. Er wird vorwiegend durch Hummeln bestäubt, da senkrecht stehende Sperrhaare kleineren Insekten den Zugang verwehren. Alle Pflanzenteile sind hochgiftig. Bereits zwei Blätter können zu tödlichen Vergiftungen führen.