Cornus mas - Kornelkirsche

Schon seit Jahrtausenden wurde die Kornelkirsche, auch Herlitze oder Dürlitze genannt, kultiviert - unter anderem im alten Griechenland, Rom und in den Klöstern Europas. Sie kann über 100 (bis zu 250) Jahre alt werden. In freier Wildbahn (z.B. in Bulgarien oder Makedonien) gibt es Spezies mit cremefarbener, gelber, oranger, feuerroter, dunkel rot-violetter bis fast schwarzer Fruchtfarbe. Ebenso variiert Form und Geschmack. Die Kornelkirsche als lang genutztes Obstgehölz ist etwas in Vergessenheit geraten. Im Zuge der Rückbesinnung auf Wildobst werden die Kornelkirschen momentan wiederentdeckt.

Die Blütezeit ist im Februar-März. Die Blütenfarbe ist goldgelb. Sie wird durch Wildbienen und andere Insekten. In Jahren, wo die Kornelkirsche sehr früh blüht, kann es aufgrund von mangelnden Bestäubern zu verringerten Erträgen kommen. Die Kornelkirsche ist selbstfruchtbar. Der Ertrag lässt sich allerdings durch Kreuzbestäubung erhöhen.

Die besseren Fruchtsorten sind gut für den Direktverzehr. Ansonsten ist die Kornelkirsche sehr gut in Kuchen, als Sirup, als Fruchtgetränk, eingelegt als Olivenersatz, als Obstwein, Likör oder Schnaps und als Trockenfrucht. Aus den Samen kann Speiseöl gepresst werden. Geröstet liefern sie in Mischkaffees ein vanilleähnliches Aroma. Die Blätter kann man als Kräutertee verwenden.

Für die höchste Produktivität brauchen die Pflanzen volle Sonne bis Halbschatten. Sie wächst auch in schattigeren Lagen. Die Kornelkirsche wächst gut auf kalkreichen Böden, hat jedoch allgemein ein sehr weites Toleranzspektrum was den Standort anbelangt. Sie kann auch auf recht trockenen Standorten noch gut wachsen. Nur staunasse Böden verträgt sie nicht. Der Platzbedarf einer Kornelkirsche beträgt etwa 3 m, ganz alte Exemplare werden bis zu 10 m breit.

Sie ist ein sehr robuster Strauch und wenig anfällig für Krankheiten oder Schädlinge. Eichhörnchen und Vögel mögen die Früchte gerne. Sie sind gut schnittverträglich, man kann Kornelkirschen auch auf den Stock setzen.