Japanische Zierquitte - Chaenomeles japonica

Die japanische Scheinquitte oder Zierquitte stammt ursprünglich aus Ostchina und Japan. Sie wird seit 1880 in Europa kultiviert. Sie ist ein attraktiver Blühstrauch. Im Herbst hängt die Japanische Scheinquitte voll mit essbaren, quittenartigen Früchten. Sie wächst als kleiner Strauch mit sparrigem, aufrechtem Wuchs und dornigen Trieben (etwa 1-2 m hoch und 1-1.5 m breit). Sie ist winterhart bis etwa -25°C.

Die Blütezeit ist im April-Mai. Sie wird durch Bienen und andere Insekten bestäubt und ist nicht Spätfrost gefährdet. Sie ist selbstfruchtbar. Allerdings erhöht sich durch Kreuzbestäubung der Fruchtertrag.

Die Reifezeit ist im September-Oktober. Sie hat apfelförmige, gelbgrüne bis gelbrote Früchte mit einer Fruchtgröße von ca. 4-5 cm und einem Fruchtgewicht von 30-65 g. Geschmack ähnlich einer Quitte, stark aromatisch und sauer. Sie verströmen einen wohlriechenden Duft und weisen ein festes Fruchtfleisch auf. Gekocht von sehr gutem Geschmack. Sie enthält viel Fruchtsäure, Pektin und Vitamin-C. Sie wird ausschließlich zur Verarbeitung verwendet. Sehr gut für Marmelade oder in Kuchen. Auch für Sirupe, Säfte oder Obstweine. Der Saft kann als Zitronenersatz genutzt werden. Fein geschnitten und getrocknet kann sie als säuerlicher Bestandteil im Kräutertee verwendet werden. An einem kühlen Ort ist die Lagerung über 3 Monate problemlos möglich.

Sie verträgt Sonne bis Halbschatten. Wächst auch im vollen Schatten, Fruchtertrag ist allerdings besser in sonnigen Lagen. Sie wächst gut auf frische Böden, verträgt allerdings verschiedene Bodenarten. Sie bevorzugt durchlässige Böden, kann allerdings auch auf schweren Tonböden wachsen. Sie wächst auf leicht sauren bis neutralen Böden.

Schnittmaßnahmen nicht erforderlich. Allerdings sind die Sträucher gut schnittverträglich. Gelegentliches Auslichten hilft den Sträuchern produktiv zu bleiben. Sie neigt dazu Wurzelausläufer zu bilden.

Die Japanische Scheinquitte ist ein robuster Strauch und ist wenig anfällig gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Auf kalkreichen Böden kann Chlorose auftreten.