Felsenbirne - Amelanchier spp.

Der botanische Gattungsname "Amelanchier" stammt aus dem keltisch-gallischen und bedeutet soviel wie "Äpfelchen". Bereits seit Jahrhunderten werden diese „Apfelfrüchte“ vom Menschen verzehrt. Die meisten Arten der etwa 25 Arten der Felsenbirnen stammen aus Nordamerika. – Von den bekannten schmackhaften Arten kommt nur Amelanchier ovalis ursprünglich aus Mittel- und Südeuropa.

Alle Felsenbirnen sind selbstfruchtbar, eine Fremdbestäubung führt zu einem leicht erhöhten Fruchtertrag. Sie werden von Bienen bestäubt. In der Regel werden Felsenbirnen als Ziersträucher kultiviert. Im Frühjahr erblüht sie mit zahlreichen weißen Blüten. Sie hat eine sehr dekorative Herbstfärbung, ihr Laub verfärbt sich in Gelb-, Orange- und Rottöne. Auch ohne Schnittmaßnahmen wachsen Felsenbirnen oft sehr formschön.

Die süß-saftigen und aromatischen Beeren sind für den Direktverzehr oder für die Verarbeitung geeignet. Der Geschmack erinnert bei einigen Arten an Heidelbeeren. Die Felsenbirnen-Marmelade hat ein Marzipanaroma. Felsenbirnen beginnen normalerweise nach 2-3 Jahren zu tragen. Einige Sorten können unter optimalen Bedingungen bis zu 15 kg pro Strauch tragen. Das Ertragsmaximum wird zwischen dem 12. Und 15. Standjahr erreicht. Da Felsenbirnen langlebige Sträucher sind beträgt der produktive Zeitraum etwa 30-50 Jahre.

Die meisten Felsenbirnenarten können sowohl auf sandigen, lehmigen wie auch schweren Tonböden wachsen und vertragen leicht sauren Boden. Ihr Wachstum ist langsam bis mittelstark. Sie verträgt Streusalz und ist generell sehr robust und widerstandsfähig. Das Wurzelsystem ist flach, selten bilden sich Wurzelausläufer. Auch sehr geeignet für Steingärten, da sie gut auf felsigem Untergrund wachsen kann.