Hochstamm, Halbstamm oder Buschbaum?

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Hochstamm

Der Hochstamm ist klassischerweise auf der Streuobstwiese zu finden. Durch den hohen Kronenansatz auf rund 1,6-1,8 m Höhe, ist eine Grünlandnutzung unterhalb des Kronenbereiches möglich. Die stark wachsenden Unterlagen, welche für Hochstämme gewählt werden, lassen diese Obstbäume zu stattlichen Bäumen heranwachsen. Sie spenden Schatten, sind langlebig und haben einen hohen ökologischen Wert. Die Pflege und auch die Ernte sind hingegen etwas aufwendiger als bei kleineren Baumformen. Ein Hochstamm benötigt etwa eine Fläche von 70-80 m2.

Halbstamm

Als mittelgroßer Obstbaum hat der Halbstamm seinen Kronenansatz auf etwa 1-1,2 m Höhe. Hierdurch ist die Krone leichter zu erreichen, was sich sowohl in der Pflege als auch in der Ernte bemerkbar macht. Der Halbstamm ist in der Regel robuster und langlebiger als ein Buschbaum. Gleichzeitig nimmt er nicht so viel Raum ein wie ein Hochstamm und lässt sich auch leichter pflegen und ernten. Für einen gewöhnlichen, mittelgroßen Garten bietet er sich als Alternative für den Hochstamm-Obstbaum an.

Buschbaum

Als kleinste Baumform bietet sich der Buschbaum auch für kleinere Gärten an. Auch im Obstbau findet diese Baumform ihre Anwendung. Der Kronenansatz liegt auf 40-60 cm Höhe. Die meist auf schwachwachsende Unterlagen veredelten Bäume werden nur etwa 3 m hoch und haben einen sehr geringen Platzbedarf von 12-16 m2. Sie tragen bereits sehr früh und sind leicht zu pflegen & ernten. Die Lebenserwartung von Buschbäumen beträgt rund 20 Jahre. Buschbäume brauchen einen Stützpfahl, da die schwachwachsenden Unterlagen auch eine eher schwächere Wurzel ausbilden. Es gibt allerdings ebenfalls Buschbäume, die auf starkwachsenden Unterlagen veredelt werden. Hier ist der folgende Pflegeaufwand aufgrund des stärkeren Wuchses höher. Dafür ist der Buschbaum dann robuster und langlebiger.

Wurzelnackt

Wurzelnackte Pflanzen haben keinen Erdballen, die Wurzeln sind sozusagen „nackt". Ein Vorteil von wurzelnackten Pflanzen ist, dass diese meist günstiger sind als Topf- oder Ballenware. Zudem sind die langfristigen Anwachsergebnisse meist sehr gut. Innerhalb der trocknen Sommermonate sollten wurzelnackte Pflanzen allerdings nicht gepflanzt werden. Der beste Zeitraum zum Pflanzen von wurzelnackten Gehölzen ist zwischen November bis Mai. Wichtig ist, dass die Wurzeln nie austrocknen. Falls die wurzelnackte Pflanze nach dem Kauf nicht direkt gepflanzt werden kann, sollte sie an einem kühlen und schattigen Ort gelagert werden, mit einem feuchten Jutesack um die Wurzeln. Vorzugsweise an einem frostfreien Tag pflanzen, die Wurzeln vorher in einen Wasserkübel stellen und nach der Pflanzung gut angießen.