Birne - Pyrus communis

Die Kultur-Birne, auch Birnbaum genannt, ist eine sehr alte Kulturpflanze, welche aus mehreren in Europa und Westasien natürlich vorkommenden Wildarten entstand. Zunächst wurde sie vor allem in Vorderasien kultiviert und gelangte dann schon etwa während der Jungsteinzeit nach Mitteleuropa. Seit etwa 1750 wurden vermehrt Birnen gezüchtet und es entstanden viele neue Sorten.

Sie erreicht Wuchshöhen von 3-20 m, je nach Unterlage, Sorte und Standort. Typischerweise ist die Krone birnenförmig. Veredelte Birnen werden etwa 70, Mostbirnen werden zum Teil sogar 200 Jahre alt.

Die Blütezeit ist je nach Sorte und Standort zwischen April und Mai. Sie werden von Insekten bestäubt. Birnen sind selbstfruchtbar. Allerdings erhöht sich der Fruchtertrag durch Kreuzbestäubung. Die Fruchtreife ist im Juli bis Oktober.

Die Früchte werden etwa 5-16 cm lang und 4-12 cm breit. Der Geschmack ist fruchtig, saftig und süß. Man unterscheidet meist Tafel- Koch und Mostbirnen, sowie Sommer- und Herbstbirnen. Die Lagerfähigkeit ist abhängig von der Sorte. Sie werden generell als Frischobst, Trockenfrüchte, Sirup, Marmelade, Saft Obstbrand, Konserven, usw. verwendet.

Der Standort sollte tiefgründig, durchlässig und gut nährstoffversorgt sein. Birnen mögen keine Staunässe. Sie bevorzugen warme und sonnige Standorte.

Birnen auf Quittenunterlagen ergeben schwachwüchsigere Bäume. Häufig haben die Unterlagen auch einen (positiven) Einfluss auf die Fruchtqualität, wie zB. das Fruchtaroma. Ganz schwachwüchsige Unterlagen erzeugen Zwergbirnen von nunmehr 1.5 m Höhe.