Die Mandel - Prunus dulcis

Ursprünglich stammt die Mandel aus Asien und den Mittelmeergebieten, Libanon, Syrien, Israel und Jordanien. Sie wurde schon seit Jahrtausenden in Asien, in Europa und Nordamerika kultiviert. Nach dem Goldrausch (1848) wurden auch große Plantagen in Nordamerika (Kalifornien) angelegt, heute werden etwa 70% der weltweiten Mandelproduktion in Kalifornien geerntet.

Sie ist Winterhart bis Winterhärtezone 6-7. In kühleren Regionen sind die Sorten am besten, welche spät blühen und früh reifen. Die Mandel wird etwa 3-10 m hoch und breit, abhängig vom Klima und der Unterlage. Sie haben eine relativ kurze Lebensdauer und werden meist 30-50 Jahre alt, teilweise jedoch auch 100 Jahre und mehr.

Mandeln haben sich auf trockene und ärmere Standorte angepasst und können auf diesen Standorten auch ohne Bewässerung tragen. Generell sollte der Standort geschützt und sonnig sein, auch um die Blüten vor Spätfrösten zu schützen, sowie Bestäubung zu erleichtern und die Fruchtreife zu begünstigen. Frostlagen sollten unbedingt vermieden werden. In kühleren Regionen ist eine südliche Ausrichtung besonders wichtig.

Die Mandel blüht, sobald sie genügen Kälteeinwirkung hatte, im Winter bzw. frühem Frühling. Die meisten Sorten benötigen Fremdbestäubung. Daher ist es am besten mindestens zwei verschiedene Sorten miteinander pflanzen. Warmes Wetter und genügend aktive Bestäuber sind also ausschlaggebend für eine reiche und großfruchtige Ernte. Besonders wilde Bienen und Hummeln sind zu dieser Jahreszeit bereits aktiv.

Mit der ersten Ernte kann man nach etwa 4 Jahren rechnen (0.5-2.5 kg). Mit 12-15 Jahren trägt eine Mandel etwa 5-18 kg leckere Nüsse (in Schale).

Mandeln sollten nur zwischen dem späten Frühling und frühem Herbst beschnitten werden. Jährliches Ausdünnen nach der Ernte ist sinnvoll.