Weidenröschen - Epilobium angustifolium

Das Schmalblättrige Weidenröschen ist auf der gesamten Nordhalbkugel von Meereshöhe bis in 2000 m Höhenlage anzutreffen. Es wird etwa 1-2 m hoch und wächst als ausdauernde, sommergrüne und krautige Pflanze. Es wird zT. als „Unkraut“ angesehen, da es sich über Rhizome verteilt und ganze Bestände bildet.

Die Blüte sind eine gute Bienenweide und sind reich an Pollen.

Die jungen Blätter können im Frühling als Salat verwendet werden. Später auch die Blüten. Die jungen Triebe werden als Gemüse gekocht und wie Spargel verwendet. Auch das innere vom Stängel ist essbar und schmeckt nach Gurke. Das fermentierte Blatt schmeckt dem Schwarztee sehr ähnlich, ist jedoch frei von Teein. Es hat verschiedene Heilwirkungen. Dieser Tee war in Russland sehr verbreitet, bevor der Schwarztee den Markt eroberte.

Das Schmalblättrige Weidenröschen ist eine Pionierpflanze und ist daher häufig nach Waldbränden oder Kahlschlägen auf Lichtungen anzutreffen. Zudem wächst es auch auf Ruderalstandorten und Brachflächen. Es bevorzugt saure bis neutrale Böden und meidet kalkreiche Standorte. Ansonsten ist sie recht anspruchslos, wächst in der vollen Sonne oder im Halbschatten.