Strauchmelde - Atriplex halimus

Die Strauchmelde sollte in keinem essbaren Ökosystem fehlen. Sie stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, und wächst ebenfalls wild entlang der Atlantikküste in Süd-West-Portugal. Hier ist sie sehr salzigen Böden und starken Winden ausgesetzt und ist auch im essbaren Garten für exponierte Standorte geeignet. Die Strauchmelde, auch Salzmelde genannt, verträgt einen Rückschnitt sehr gut. Mit der Zeit bildet sie dichte, 1,5 - 2 m hohe Bestände. Als immergrüne Pflanze kann sie das ganze Jahr über geerntet werden und bietet Mensch und Natur eine zuverlässige Nahrungsquelle. Durch ihren dichten Wuchs ist sie ein ideales Habitat für Vögel. Zudem ist sie mit ihren silbrig-grauen Blättern ein echter Blickfang.

Geerntet werden bei der Strauchmelde die Blätter. Ihren zweiten Namen - Salzmelde - erhielt sie daher, dass ihre Blätter leicht salzig schmecken. Sie enthalten 20 % Salz in der Trockenmasse und schmecken selbst an Orten salzig, die keinen salzigen Boden oder salzige Luft aufweisen. Sie besitzen eine knackig-erfrischende Textur. Somit sind die Blätter nicht nur im Salat eine köstliche, würzige Zutat, sondern auch als Spinat oder in jeder erdenklichen Form als Blattgemüse. Zudem können im Frühjahr die jungen Triebe als Spargel zubereitet werden. Die Samen können zum Beispiel im Müsli oder als Zugabe im Brot verwendet werden. Dabei ist ein ausgewachsener Strauch eine ertragreiche Spinatquelle, der nach dem Rückschnitt bei der Ernte zuverlässig wieder austreibt. Sogar im Winter kann die Strauchmelde genutzt werden, allerdings wächst sie zu dieser Jahreszeit kaum mehr nach.
Auszüge aus den Blättern sollen eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Zudem wirkt sie gegen Blähungen.

Die Salzmelde ist ein äußerst anspruchsloser Strauch, der wenig nährstoffreiche Böden bevorzugt und sehr dürreresistent ist. Sie wächst am Rande der Sahara in Nordafrika genauso wie im feuchten Klima von Großbritannien und der Bretagne. Mittlerweile gibt es sogar Wildvorkommen in Baden-Württemberg, was ihre Anpassungsfähigkeit und die Eignung für gemäßigtes Klima unter Beweis stellt. Ist der Standort jedoch zu feucht oder neigt zu Vernässung im Winter, kann es sinnvoll sein die Strauchmelde auf einen Hügel oder Wall zu pflanzen. Sonst kann es besonders im Winter zu Fäulnis an den Wurzeln kommen. Abgesehen davon ist sie aber absolut krankheitsresistent. Die Strauchmelde ist winterhart bis Zone 7-8 (-12 bis -18°C). Somit sollte sie besonders als sehr junge Pflanze gegen starke Fröste geschützt werden, oder gleich an einen etwas frostsichereren Standort gepflanzt werden. Der pH- Wert des Bodens kann im leicht sauren Bereich liegen und die Strauchmelde gedeiht auch auf stark alkalischen Böden sehr gut. Außerdem bevorzugt sie einen vollsonnigen Standort. Es ist besonders leicht die Strauchmelde zu vermehren. Dies ist zum einen über die Samen möglich oder über Stecklinge, egal ob von einjährigem oder zweijährigem Holz. Am besten man zieht sich immer ein paar Stecklinge an, falls doch mal ein Exemplar erfriert. Durch ihre Dürreresistenz, die Möglichkeit sie ganzjährig zu verwenden, ihr ökologisches Potential als Nahrungspflanze und Vogelschutzgehölz, sowie ihre Robustheit und Anspruchslosigkeit ist sie die perfekte Pflanze für ein essbares Ökosystem. Es gibt keine Sorten der Strauchmelde, sondern nur die robuste Wildform. Bei uns im Webshop können sie gut entwickelte Pflanzen in bester Terra Preta Erde kaufen.