Rhabarber - Rheum rhabarbarum

Rhabarber, eigentlich ein Gemüse und nicht wie oft angenommen ein Obst, wird je nach Sorte inklusive Blüte etwa 0,6 bis 1,5 m hoch und breit. Er ist mit seinen großen, ornamentalen Blättern nicht nur ein Blickfang, sondern lässt sich auch vielfältig in der Küche verwenden.

Im Frühjahr ab April können die ersten Rhabarberstängel geerntet werden. Die Erntezeit erstreckt sich traditionell bis zum 24. Juni, dem Johannistag. Dies ergibt Sinn, da die allermeisten Sorten ab diesem Zeitpunkt zu viel Oxalsäure einlagern. Generell sind die Wurzeln und Blätter giftig und können nicht genutzt werden. Die Blattstängel und auch die Blüten können aber bedenkenlos genossen werden, vor allem erhitzt. Hierzulande ist Rhabarber nur süß, im Kuchen oder als Kompott bekannt. Traditionell werden die Stängel aber in Asien vor allem als Gemüse - zu Fleisch oder in Eintöpfen und Suppen gegessen. Auch die Spitzengastronomie schätzt diese Verwendung zunehmend. Die Blüten können für eine längere Stängelernte abgeschnitten und ebenfalls verarbeitet werden. Sie schmecken gekocht ähnlich wie Blumenkohl.

Rhabarber fühlt sich in kaltem Klima besonders wohl und toleriert Temperaturen der Zone 1 (-46°C). Er mag einen gut durchlässigen, feuchten Boden mit vielen Nährstoffen, besonders Stickstoff. Ein sonniger Standort tut ihm gut, wobei er keine Sommertrockenheit verträgt. Halbschatten wird auch toleriert. Geht die Produktion zurück, lohnt sich ein Teilen des Wurzelstocks. Krankheiten sind für den Rhabarber nur selten ein Problem. Wir bieten eine Auswahl robuster Rhabarbersorten an.