Meerrettich - Armoracia rusticana

Der Meerrettich stammt aus Ost- und Südeuropa, wo er auch „Kren“ genannt wird. Er wächst als ausdauernde krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 50 bis 120 cm. Er entwickelt tiefe essbare und äußerst aromatische Pfahlwurzeln. Aufgrund seiner Eigenschaft unter günstigen Umständen bis etwa 1 m tief zu wurzeln, ist es empfehlenswert, ihn beispielsweise unter flachwurzelnden Obstbäumen und Frucht- sowie Beerensträuchern zu pflanzen. Er akkumuliert Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten und lockert den Boden.

Die jungen Blätter können als Gemüse verwendet werden, entweder roh oder leicht gedünstet. Manche Meerrettich-Pflanzen haben ganz besonders zarte Blätter, dies ist individuell unterschiedlich. Alle sind jedoch essbar! Die Wurzeln können als Gewürz verwendet, beispielsweise um die bekannte Meerrettichpaste herzustellen. Dafür werden die Wurzeln geerntet, gut gereinigt bzw. geschält und dann fein gerieben und mit Öl und etwas Salz angereichert.

Er wächst gut in feuchten Böden, Sonne bis Halbschatten. In der Wildbahn kommt er häufig entlang von Flussläufen, Bachläufen oder auf feuchten Wiesen vor. Allerdings ist er recht anspruchslos und robust. Er ist sehr winterhart, bis zu -50°C.