Japanische Aralie – Aralia elata

Die Japanische Aralie, in Japan als Taranoki und hierzulande auch als Teufelskrückstock bekannt, ist in unseren Breiten als Zierpflanze bekannt und beliebt. Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet erstreckt sich von Russland, China und Korea bis nach Japan. Dort wird die Japanische Aralie im Frühjahr sehr als Gemüse geschätzt. Sie wächst in diesen natürlichen Verbreitungsgebieten bis zu zehn Meter hoch, in unseren Breiten aber nicht höher als fünf Meter. Der Teufelskrückstock wächst als Kleinbaum oder Strauch und bildet mehrere aufrechte, leicht bedornte Stämme aus, welche im Sommer große, majestätisch wirkende gefiederte Blätter tragen, die bis zu 80 cm lang werden können. Von Juli bis August bilden sich beeindruckende Trugdolden mit cremeweißen Blüten aus. Im Herbst verwandeln sich die Blüten zu dekorativen kleinen bräunlich-schwarzen beerenartigen Steinfrüchten, die für Menschen zwar leicht giftig sind, aber von Vögeln gern verspeist werden. Außerdem wartet die Japanische Aralie dann mit einer orangeroten Herbstfärbung auf. Insgesamt besitzt die Japanische Aralie einen hohen Zierwert und bereichert jeden Waldgarten oder essbaren Garten als schmackhaftes „Baumgemüse“.

Von der Japanischen Aralie kann man die jungen Triebe im Frühjahr vielfältig in der Küche verwenden. In Japan werden sie häufig als Tempura ausgebacken. Dort und in Korea sind sie ein so fester Bestandteil in der Küche, dass die Triebe einen eigenen Namen haben. In Japan heißen sie Taranome und in Korea dureup. Gut schmecken die jungen Triebe auch kurz angebraten, in der Suppe oder blanchiert im Salat. Auch die jungen Blätter machen sich hervorragend im Salat. Später bilden die Blätter, Blattstiele und die Äste kleine Stacheln aus, was der Pflanze zusammen mit ihrem aufrechten Wuchs den Beinamen des „Teufelskrückstocks“ eingebracht hat. Durch die Stacheln laden die Blätter dann nicht mehr zum Verzehr ein, wovon aufgrund eines zunehmenden Saponingehaltes und damit einer leichten Giftigkeit der älteren Pflanzenteile ohnehin abgeraten werden sollte.
Alle Pflanzenteile gelten als Heilmittel bei rheumatischen Gelenkschmerzen, Diabetes, Husten, Gelbsucht, Magengeschwüren und Magenkrebs.

Die Frosthärte kann mit -15 bis -20 °C angegeben werden. Dennoch können besonders an jungen Pflanzen Frostschäden auftreten, sodass es sich empfiehlt die Japanische Aralie eher in geschützteren Lagen zu pflanzen. Die Frosthärte erhöht sich auf nährstoffärmeren Standorten. Die japanische Aralie präferiert feuchte bis frische, humose, leicht saure Böden und wächst gut in der Sonne oder im Halbschatten. Sie ist auch als Kübelpflanze gut geeignet. Durch ihr flaches Wurzelsystem kann es an sehr trockenen Standorten zu Wassermangel kommen. Sie verbreitet sich willig über Ausläufer, welche aber vor allem in Stammnähe auftreten, was den Eindruck eines mehrstämmigen Wuchses entstehen lässt. In Japan besiedelt sie als schnell wachsende Pionierpflanze frisch gerodete Waldflächen und bildet hier schnell viel Biomasse aus. Somit ist sie je nach Einsatzgebiet nicht nur als Zier- und Nahrungspflanze sondern auch als Biomasselieferant geeignet. Zum Beispiel für die „Chop and Drop-Methode“ in einem Waldgarten. Will man den hohen Zierwert vollständig erhalten, sollte man jedoch auf einen Rückschnitt verzichten, da dies den besonderen Wuchs verfälscht. Als Solitärpflanze wird sie etwa 2 m breit und kann so besonders gut mit ihrem extravaganten Wuchs imponieren. Für das Ökosystem stellt sie unter anderem als Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber einen großen Mehrwert dar.