Topinambur - Helianthus tuberosus

Der Topinambur stammt wahrscheinlich ursprünglich aus Mexiko. Er wurde von der indigenen Bevölkerung bereits sehr lange als Gemüse verwendet. Der Topinambur wurde Anfang des 17. Jahrhunderts in Europa eingeführt, allerdings hat die Kartoffel, welche kurze Zeit später dazu kam, ihn wieder verdrängt.

Es handelt sich um eine ausdauernde krautige Pflanze. Sie erreich Wuchshöhen von bis zu 3 m, stirbt im Herbst zurück und treibt ihm Frühjahr wieder aus. Durch seine Knollen breitet sich der Topinambur langsam und formt Kolonien. Regelmäßiges Mähen oder gewissenhafte Ernte kann ihn an der Ausbreitung hindern.

Topinambur wird vor allem als Wurzelgemüse genutzt. Die Knollen werden im späten Herbst/Winter geerntet - je nach Bedarf. Er kann roh gegessen werden, beispielsweise über den Salat geraspelt. Er wird zudem gekocht, gebraten oder gebacken genossen. Gekochte Knollen haben eine Garzeit von nur etwa 10-15 Minuten. An der Luft sind die Knollen nicht lange lagerfähig. Im Kühlschrank halten sie sich für ein paar Wochen. Am besten lagert Topinambur in Erdmieten.

Die Knollen enthalten Inulin, welches sich während der Lagerung abbaut. Bei Diabetikern sind sie daher sehr beliebt. Der Mehrfachzucker Inulin kann nicht abgebaut werden und wirkt im Darm als Ballaststoff. Bei manchen Menschen führt der Verzehr von Inulin zu Blähungen, allerdings kann eine langsame Gewöhnung hilfreich sein. Also sollte man am besten mit kleinen Mengen Topinambur beginnen und den Konsum dann steigern. Wird Inulin regelmäßig gegessen können dadurch Blutfettwerte gesenkt werden. Topinambur findet einige Anwendungen in der Medizin, etwa zur Gewichtsreduzierung, gegen Krebs und in anderen Bereichen.

Er wächst in jedem gut durchlässigen Boden und bevorzugt sonnige bis leicht schattige Standorte. Durch Düngegaben mit Mist oder Mulchmaterial können die Erträge gesteigert werden. Auch auf für trockenere Standorte ist er geeignet. Aufgrund seiner Verwandtschaft zur Sonnenblume ist er mit seinen gelben Blüten und dem hohen Wuchs auch eine Zierde für den Garten.