Spaltkörbchen - Schisandra chinensis

Das chinesische Spaltkörbchen, auch Liebesbeere, Vitalbeere, oder Fünf-Geschmacks-Frucht genannt, kommt ursprünglich aus Korea, Japan wie auch Nordchina bis Sichuan. Sie ist eine bis zu 15 m hoch wachsende Kletterpflanze – in Mitteleuropa wird sie allerdings eher 5 m hoch und kann kleine Dickichte durch Wurzelausläufer bilden. Alle Pflanzenteile haben einen aromatischen Duft.

Die Blütezeit ist von Mai bis Juni. Die Bestäubung erfolgt durch Käfer und Fliegen. Es empfiehlt sich mindestens zwei Pflanzen miteinander zu setzen, um den Fruchtertrag zu erhöhen, da die Liebesbeere zum Teil auch nur männliche oder weibliche Blüten ausbildet.

Die Fruchtreife beginnt im August. Allerdings können die Früchte sehr lange hängen bleiben, ohne schlecht zu werden. Die Früchte hängen an traubenartigen Fruchtständen von 20-30 Einzelfrüchten.

Die Beerenfrüchte können fast 1 cm groß werden und haben eine scharlachrote Fruchtschale. Sie enthalten zwei kleine Samen. Der Geschmack ist süß, säuerlich, scharf, bitter und salzig zugleich – sie vereinen also alle fünf Geschmacksrichtungen mit einem einzigartigen Aroma! Man kann sie roh essen, allerdings sind sie für den mitteleuropäischen Gaumen gewöhnungsbedürftig. Nach der Ernte sollten sie möglichst schnell verarbeitet werden, da sie nicht lange lagerfähig sind. Sie eignen sich dazu Saft oder Trockenfrüchte herzustellen, wie auch Marmeladen, Sirup, usw. Getrocknete Blätter können als Tee verwendet werden und schmecken nach Grünem Tee mit Zitrone.

Sie hat viele wertvolle Inhaltsstoffe, wie etwa Proteine, Faserstoffe, Aminosäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente (Kalium, Magnesium, Calcium, Phosphor, Eisen, Selen, Natrium und Jod). Zudem einige Vitamine (vor allem C und E), Pektin und Gerbstoffe.

Die Liebesbeere ist recht anspruchslos gegenüber dem Standort. Sie bevorzugt Sonne bis Halbschatten und leicht feuchte, durchlässige und humose sowie schwach saure Böden. Toleriert jedoch auch ärmere Sandböden. Staunässe vermeiden.

Es sind keine Krankheiten oder Schädlinge bekannt. Pro Pflanze können bis zu 2,5 kg Früchte geerntet werden.